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"Wie hat es Ihnen bei uns gefallen, Francine?"

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Francine Morrison ist Engländerin, 17 Jahre alt, besucht normalerweise die 13. Klasse der „Vandyke Upper School“ in London und absolvierte an unserer Schule ein vierzehntägiges Praktikum. Wir fragten sie nach ihren Eindrücken:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Francine, was hat Sie denn als Erstes in Deutschland überrascht?
„Die Häuser sind hier so verschieden und die Leute freundlicher… Ich habe es zwar vorher gewusst, aber es doch zur Kenntnis genommen: Die meisten Deutschen tragen keine Lederhosen und trinken auch nicht immer Bier, wie viele Engländer denken.“

In der Schule ist sicherlich auch manches anders?
„Oh ja! In England müssen alle Schülerinnen und Schüler Uniformen tragen. Ich weiß nicht, ob das besser ist. Hier kann jedes Kind auch durch die Kleidung seine Identität zeigen…Die englischen Lehrer sind strenger, die deutschen lockerer. In allen Schulen Englands herrscht eine strenge Disziplin. Bei uns gibt es auch noch ziemlich harte Strafen für Schüler, zum Beispiel: kein Mittagessen (Lunch), lange in der Ecke oder mit dem Gesicht zur Wand stehen…In allen englischen Schulen beginnt der Tag mit der „assembly“, das heißt, alle treffen sich in der Halle. Man singt ein Lied und spricht über Vorkommnisse. Oft müssen sich die Kinder dabei auch Ermahnungen des Headteachers (Oberlehrers) anhören…Viele Kinder lernen in England in der Schule ein Instrument, meistens Geige oder Cello…Ich meine, dass die deutschen Schulkinder freundlicher als die englischen sind. Ein Kind aus der ersten Klasse hat mich hier zu seinem Geburtstag eingeladen … Die Grundschulen in England sind kleiner als die in Deutschland. Sie haben aber viel mehr Computer. Man will, dass alle Kinder schon ganz früh lernen, damit umzugehen.“

Wann kommen die Kinder in England in die Schule?
„Sie kommen mit 4 Jahren in die Vorschule und mit 5 dann in die erste Klasse. Die Grundschule (Primary School) verlassen sie nach Klasse 4, wenn sie neun Jahre alt sind.“

Haben Sie in den 2 Wochen Ihres Besuchs bei uns viel unternommen?
„Natürlich! Ich bin in Köln, Bonn und Siegburg gewesen. Einen Turm des Kölner Doms zu besteigen war ein besonderes Erlebnis. Gestern habe ich auf dem Ölberg im Siebengebirge Kaffee getrunken und die wunderschöne Aussicht über das Rheintal bis nach Köln genossen.“

Sie sprechen sehr gut Deutsch. Hat das etwas mit Ihren Hobbies oder ihrem Berufswunsch zu tun?
„Ich glaube schon, denn ich interessiere mich sehr für Sprachen, besonders auch für das Theater. Nachdem ich im Mai meine Schulzeit mit dem A-Level – das ist eine ähnliche Prüfung wie das Abitur – abgeschlossen haben werde, möchte ich studieren, und zwar „Theater-studies with creative writing“. Ich möchte lernen, wie man gute Theaterstücke schreibt.“

Ist die deutsche Sprache für Engländer schwer?
„Das kann man wohl sagen… Unser Lehrer hat zum Beispiel viele Unterrichtsstunden gebraucht, um uns beizubringen, wie man die Hilfsverben „werde, wurde und würde“ richtig benutzt, und so gibt es für uns sehr viele komplizierte Kapitel in der deutschen Grammatik, ich sage nur „der, die, das“.

Haben Sie auch deutsche Lieblingswörter?
„Ja, zwei, weil sie für meine Ohren so lustig klingen: Zwerg und Kartoffelpuffer.“

Freuen Sie sich auf die Heimfahrt?
„Natürlich, man freut sich immer, wieder nach Hause zu kommen…Ich habe 14 Tage lang das Alltagsleben in Deutschland erlebt und sonst noch manches Schöne gesehen. Das ist natürlich nur ein kleiner Anfang, wenn man das Land und seine Leute genauer kennenlernen will, und so werde ich natürlich wiederkommen.“

Das würde uns sehr freuen. Dann werden Sie doch sicherlich auch unserer Schule wieder besuchen?
„Natürlich, das ist versprochen!“

Francine, wir danken Ihnen für dieses interessante Gespräch, wünschen Ihnen eine angenehme Rückreise und für Ihre persönliche Zukunft alles Gute!
„Vielen Dank, auch Ihnen - besonders den Kindern von der GGS Gartenstraße Hennef - meine besten Wünsche!“