Es war einmal...

Rück-Schau 1990-2011: über 20 Jahre Schulgeschichte mit unserem Förderverein

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Zur Feier des 20jährigen Bestehens unseres Fördervereins hielt man "Rück-Schau".

 

 

Herr Zens erzählte:

"Liebe Freunde unseres Fördervereins,

die 20jährige, eigentlich schon 21jährige Geschichte unseres Fördervereins ist natürlich ein Teil der Geschichte unserer Schule und eng verbunden mit meiner Dienstzeit an der GGS Gartenstraße, die im Herbst 1989 begann. Ich möchte mit Ihnen ein wenig zurückschauen, um zu erkennen, wie sehr sich manches in 20 Jahren gewandelt hat, und wie wesentlich in Bezug auf unsere Schule unser Förderverein daran beteiligt war. 

Es gab vor über 20 Jahren noch sehr viele Grundschulen, an denen kein Förderverein bestand. Als ich meinen Vorgänger einige Wochen vor meinem ersten Diensttag  in der GGS Gartenstraße 1989 fragte, ob dort ein Förderverein bestehe, meinte er – und das war durchaus auch die Meinung mancher seiner Kollegen: „Nein, gibt es nicht. Das brauchen Sie auch nicht. Fangen Sie das nicht an. Fangen Sie nichts mit Geld an, das bringt nur Ärger!“ Wie Sie gleich sehen werden, unvorstellbar, wenn es dabei geblieben wäre. 

Im Jahr 1990 wurde der Verein dennoch gegründet. Was war in diesem Jahr los? Wissen Sie noch: 

  • In Hennef ist Emil Eyermann Bürgermeister, Karl Kreuzberg Stadtdirektor, Pfarrer an St. Simon und Judas Monsignore Hans Kolfenbach, Pfarrer der evangelischen Gemeinde Horst Fechner und Hans-Joachim Corts.
  • Helmut Kohl ist Bundeskanzler von Deutschland.
  • Deutschland ist wieder vereinigt.
  • In Berlin endet der Abriss der Mauer.
  • Deutschland wird Fussball-Weltmeister.
  • Microsoft veröffentlicht Windows 3.0.
  • Die erste Webseite wird veröffentlicht.
  • 1 Liter Benzin kostet zwischen 1,20 DM und 1,60 DM.
  • Erfolgreiche Filme sind unter anderem: Pretty Woman, Der Rosenkrieg, Der Club der toten Dichter.
  • Nummer-Eins-Hits in Deutschland sind unter anderem „Another Day In Paradise“ von Phil Collins und „Verdammt, ich lieb’ dich“ von Matthias Reim.

Den Schulamtsbezirk II des Schulamtes Siegburg hat Schulamtsdirektor Rudi Nussbaum inne. Kennen Sie ihn noch, unseren nicht unumstrittenen, aber markanten und innovierenden, von manchen auch gefürchteten Dienstvorgesetzten? Als wir an meinem ersten Diensttag mit dem PKW in die Gartenstraße einbogen, wo er mich dem 9köpfigen Kollegium vorstellen wollte, meinte er – und so sah sie auch aus: „Et issene jraue Schule. Machen se wat draus!“ Das habe dann weniger ich alleine getan, als vielmehr auch das bald stark anwachsende Kollegium und dabei der bald unter seinem Vorsitzenden Jürgen Steck gegründete  Förderverein. 

Einige Bilder aus den ersten Jahren entstammen der ersten und letzten Schulzeitung, die im Schuljahr 1989/90 erschien:

 

 

1990 war die GGS Gartenstraße zweizügig. Es gab nur den einen Schulhof mit dem Türmchenbau und dem jetzigen Altbau D.

 

 

Dem Kollegium gehörten zwei männliche Kollegen an.

 

 

Hausmeister war Friedel Ley.

 

 

Das Sekretariat und das Schulleiterzimmer lagen dort, wo jetzt die OGS-Küche ist, das Lehrerzimmer im Keller des Altbaus. Schulsekretärin war Ingrid Brehm. Sie beherrschte und gebrauchte noch die Technik der Stenografie. Der Computer hatte noch keinen Einzug in die Schule gehalten, und in ihrem Büro stand auch noch kein Kopierer, noch kein Faxgerät. Um hin und wieder einmal eine Kopie herzustellen, musste Frau Brehm ihr Büro verlassen, um ans andere Ende des Gebäudes zu gehen. Hier kopierten auch die Lehrer, aber mittels Matrizen im Spiritusverfahren.

 

 

1990 fuhr die erste Klasse ins Schullandheim Gemünd. Schon damals leistete der neue Förderverein Eltern, welche die Kosten nicht aufbringen konnten, diskrete finanzielle Unterstützung. Das ist bis heute so geblieben.

 

 

Das erste Schulsingspiel wurde schon 1990 aufgeführt. Es war das Sacropop-Musical „Noah“ von Peter Janssens. Wie dann bei allen weiteren Singspielen übernahm der Förderverein die Materialkosten.

 

 

In den neunziger Jahren wuchs die Schule bis zum Jahr 2000 von 8 auf 20 Klassen an, das Kollegium auf 28 Köpfe.

 

 

Auch der Förderverein expandierte unter seinem Vorsitzenden Wolfgang Jünger, der leider viel zu früh verstarb. Frühere Vorstandsmitglieder erinnern sich an rheinisch-gemütliche Sitzungen in seinem Partykeller, die wegweisende Ergebnisse erbrachten: Der Förderverein veranstaltete Mitte der neunziger Jahre zwei große Konzerte mit den Bläck Fööss, die sehr gut angenommen wurden. 

Mit dem Schulum- und erweiterungsbau um die Jahrtausendwende hob sich auch deutlich der Ausstattungsstandard unserer Schulräume inklusive Toiletten, wie dieses historische Bild aus dem Jahr 1999 – vielen Dank, Frau Brehm – zeigt:

 

 

Das hatte der Förderverein nicht zu verantworten; in seinem Bereich hatte er immer schon für eine bessere Ausstattung der Schule gesorgt.

 

 

Das neue Hennefer Rathaus stand 1999 im Rohbau, das neue Hauptgebäude unserer Schule auch, und als der Schulchor zum Rathausrichtfest und Schulrichtfest sang, machte sich Wolfgang Jünger auf Anregung unseres musikbegeisterten früheren Bürgermeisters Karl Kreuzberg für die Anschaffung eines Flügels stark. Das Projekt ging über an Jüngers Nachfolger Carl Vierboom. So wurde im Jahre 2000 die Einweihungsfeier des neuen Schulforums mit der gleichzeitigen sechshändigen Einweihung des Instruments gekrönt. Mit mir griffen Carl Vierboom und Dr. Hubert Salm, unser damaliger Schulpflegschaftsvorsitzender, in die Tasten:

 

 

Wie alle vom Förderverein für die Schule erworbenen Anschaffungen nützt auch der Flügel, dessen Kauf bei einigen Eltern Protest ausgelöst hatte, tagtäglich vorbildlich der pädagogischen Arbeit unserer Schule. Er zog das Projekt „Förderung der Musikerziehung bei Kindern“ der Bertelsmannstiftung an unsere Schule und ermöglicht weiterhin wöchentliche Lehrerfortbildungsveranstaltungen auf Bezirksregierungsebene.

 

 

Eine weitere wichtige Initiative der Jünger-Ära war Mitte der neunziger Jahre die Einrichtung der verlässlichen Betreuung von Schulkindern von Acht bis Eins. Dieses Angebot besteht heute noch, nennt sich mittlerweile Übermittagsbetreuung (ÜMI) und ging nach 8 Jahren im Jahre 2003 vom Förderverein in die Trägerschaft der AWO über.

 

 

Das größte, am meisten sichtbar nachwirkende, mehrjährige Projekt aber, welches der Förderverein glänzend umgesetzt und zum Abschluss gebracht hat, ist das der Schulhofneugestaltung. Dieses Mammutvorhaben wurde 2004 von der damaligen Vorsitzenden Claudia Schlechtriem in Angriff genommen und von ihrer Nachfolgerin Martina Wirtz unter unermüdlicher Mitarbeit der jeweiligen Vorstände und dem Sponsoring angesprochener Firmen und Institutionen zu Ende gebracht. Was das bedeutete, zeigt am besten ein Blick zurück in der Schulhomepage. 

Mancher hatte die Realisierung dieses großen Projekts nicht für möglich gehalten.

 

 

Unser kleiner bebilderter Rückblick hat nur die spektakuläreren Gaben, welche die Schule in 21 Jahren vom Förderverein erhalten hat, dargestellt. Natürlich profitiert sie tagtäglich von vielen kleinen, aber wichtigen Anschaffungen, seien es Pausenspiele, besondere Lehr- und Lernmittel, Bücher für die Schülerbibliothek … Die Reihe kann endlos fortgesetzt werden. „Dann fragen wir am besten den Förderverein“ ist eine stehende Floskel, wenn wir uns wieder einmal etwas Besonderes für das Lernen und Spielen unserer Kinder wünschen, das wir mit den regulären Mitteln nicht finanzieren können. Eigentlich sind diese Wünsche dann noch nie unerfüllt geblieben.

Das heutige Jubiläumsfest ist ein Fest der Freude über das, was die Schule durch ihren emsigen Förderverein erreicht hat, aber auch die Gelegenheit ihres Dankes für unzählige Spenden und Aktionen seiner Sponsoren, Mitglieder, Vorstandsmitglieder und Vorsitzenden, mit denen sie ihr heutiges Erscheinungsbild bewirkt haben. Dass das Arbeiten für die Schule Freude macht, zeigt auch das gute, konstruktiv-freundliche Klima unserer Zusammenarbeit. Auch hierfür herzlichen Dank!

Wie sagt man: Ad multos annos! Noch viele Jahre weiter so!"