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Endlich alle unter einem Dach

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Dienstag, 06. Juni 2000

 

Gemeinschaftsgrundschule Gartenstraße
Zeit der Provisorien beendet - Neubau und Umbau gefeiert


Hennef, den 29. 05. 2000 - "Seid gegrüßt hier in unserer neuen Schule" sangen die Mädchen und Jungen der Gemeinschaftsgrundschule Gartenstraße vergnügt zur Einweihungsfeier am Samstag. Endlich haben sie einen Raum, in dem sich alle versammeln können, endlich ist die Zeit der ausgelagerten Klassen vorbei.

Architekt Friedrich Zacharias entwarf für den Neubau ein 260 Quadratmeter großes Forum, das auch abgeteilt werden kann. Im Obergeschoss entstand Platz für die Verwaltung. Sechs neue Klassenräume kamen hinzu und zwei Mehrzweckräume - 3,2 Millionen Mark kostete das Projekt, das von seinem Büro realisiert wurde .Jetzt ist Platz für 16 Klassen und den Schulkindergarten. 440 Schüler und 25 Lehrer gehen täglich in "eine der am besten bestückten Schulen in Hennef, wahrscheinlich sogar im Rhein-Sieg-Kreis und im Land", wie Bürgermeister Karl Kreuzberg zufrieden vermutete.

Darauf haben sie lange gewartet. Von 1989 stieg die Zahl der Klassen von acht auf zwanzig in 1999, wie Schulleiter Edgar Zens zu berichten wusste. Immer mehr Kinder mussten mit ihren Lehrern auf die andere Straßenseite ausweichen, der Schulkindergarten gar bis in die Nachbareinrichtung Hanftalstraße. "Das äußere Bild unserer Schule war das einer grauen Schule, die sich mit alten, versprengt liegenden Raumprovisorien zufrieden geben musste", sagte Zens.

Im März des vergangenen Jahres bahnte sich dann endlich Besserung an. Durch die Verzögerung beim Rathausneubau, die Verwaltung war in Teilen an der Gartenstraße untergebracht, ging es zunächst mit dem Neubau los, bevor nach dem Umzug der Umbau der alten Gebäudeteile in Angriff genommen wurde. Nach den Osterferien war alles fertig, seitdem tobt neues Leben in der Gartenstraße. Künftig geht es vierzügig weiter, die nahe Grundschule Siegtal arbeitet zweizügig.

Das Einweihungsfest war vor allem musisch geprägt. Der Förderverein nahm das zum Anlass, einen Flügel zu spendieren, der im Forum die Blicke auf sich zog. Bis zu 30 Finger entlockten dem blank polierten Instrument Töne.

 



Das sechshändige Spiel veranlasste den Architekten, einen Scheck zu überreichen, "denn hier wird sehr wirtschaftlich mit den Mitteln umgegangen", sagte Zacharias. Nach der Einsegnung durch die Pfarrer beider Kirchen gab es dann den unumstrittenen Höhepunkt des Festakts.

Wochenlang hatten die Kinder geprobt für ihre Schulrevue. Lieder, Flötenmusik sowie Sketche aus der Schulgeschichte inszenierte das vielköpfige Ensemble und beantwortete die Frage "Was ist los in der Gartenstraße?" gleich selber. Mit dem Schulfest unter dem Motto "Viele Kinder aus vielen Ländern in unserer Schule" ging es draußen auf dem Hof gleich weiter.