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Selbst gebackene Krapfen als Dankeschön

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Donnerstag, 08. März 2001

 

Schulkinder verteilten selbst gebackene Krapfen
als Dankeschön für die „Schulküchen-Spende“ der Sparkasse Hennef


Ungewöhnliche Klänge in der Sparkassenhalle: „Komm zu uns in die Gartenstraße, die Gartenstraßenkinder sind wir“ erklang es aus 25 frischen Kinderkehlen.

Vor ihnen stand Edgar Zens, Rektor der Gemeinschaftsgrundschule Gartenstraße und begleitete die Schüler der 3a und ihre Klassenlehrerin Mechthild Dicty mit dem Quetschböggel. Das machte die Kunden schon stutzig. Sie ließen Geld Geld sein und hörten aufmerksam zu.

Und als die Kinder anschließend auch noch mit großen Körben voller frisch gebackener Krapfen rundgingen und ihre Backwaren an die Kunden und in den Büros der Sparkasse verteilten, da hieß es: Was ist denn hier los?

 



Ja, es war wirklich etwas los an diesem Mittwochmorgen in der Sparkasse, und wie Rainer Kutter, Leiter der Hauptstelle, bei seiner kurzen Begrüßung erklärte, war die Sparkasse selbst „schuld“ an dieser ungewöhnlichen Kinder-Demo: Sie hatte nämlich der Schule einige Wochen vorher DM 5000,- gespendet, und mit diesem Geld wurde eine Schülerküche angeschafft.

„Wir können die Schülerküche hervorragend in den Unterricht mit einbeziehen, der damit ein handelnder Unterricht wird. Anlässe gibt es genug, wie zum Beispiel die jetzige Karnevalszeit, zu der die Kinder heute Morgen mit großer Begeisterung Krapfen gebacken haben. Ihre Lehrerin Mechthild Dicty und zwei Mütter haben ihnen dabei assistiert.“ meinte Zens. Die Kinder hatten etwa 100 Krapfen angeschleppt. „Die schmecken ja hervorragend!“ hieß es immer wieder anerkennend.

Dann erklang das allbekannte Lied „En de Kayjass Nummer Null“ – erstaunlich, wie die kleinen Knirpse in urkölner Platt alle Strophen mit Begeisterung sangen!

Mitgekommen war auch Carl Vierboom, Vorsitzender des Fördervereins der Schule, der sich für die großzügige Geldspende bedankte: „Es hat schon eine gewisse Tradition, dass die Sparkasse Anschaffungen, für die die Behörden kein Geld flüssig machen können, gesponsert hat. Das ist anerkennenswert, und wir sind sehr dankbar. Ohne Sponsoren geht es heute nicht mehr. Sie sind sehr wichtig für unsere Schulgemeinden.“

Damit die Kinder nicht mit leeren Händen zur Schule zurück gehen mussten, verteilte Marketing-Leiterin Astrid Bornheim an alle Schülerinnen und Schüler eine kleine Wegzehrung in Form von Fruchtsäften und Süßigkeiten. Und dann marschierten die Pänz frohgemut Richtung Gartenstraße.

„Das war ein toller Morgen. Und nur Turnen ist ausgefallen“, meinte ein kleiner Steppke.