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Renate Storch geht in den Ruhestand.

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Donnerstag, 07. Juli 2005

 

 


Nicht mit Händen und Füßen, aber mit einem Widerspruch wehrte sich 1981 Lehrerin Renate Storchgegen ihre Versetzung von Hürth zur Grundschule Gartenstraße nach Hennef. Die Pädagogin, die nach wie vor in Bonn zu Hause ist, hatte damals versucht, eine wohnortnahe Stelle zu erhalten. Doch das Schulamt schickte sie nach Hennef und blieb hart. Als die beliebte 60-jährige jetzt in den Ruhestand verabschiedet wurde, gab Rektor Edgar Zens die alte Geschichte, die ihm übrigens Renate Storch selber erzählt hatte, zum Besten. Zens: "Das Landen in Hennef war, wie die Zeit gezeigt hat, das Gegenteil einer Bruchlandung. Sie sind dann gerne hier geblieben."

Frau Storch, die zunächst zehn Jahre als Lehrerin in der DDR gewirkt hatte, ehe sich fünf Jahre Hürth und dann 24 Jahre Hennef anschlossen, wurde unter anderem von ihrer Klasse 4d verabschiedet, die zur Beatles-Melodie Yellow Submarine "Tschüß, Frau Storch, die Zeit war wunderschön" anstimmte.

Überhaupt ging es musikalisch zu in der Feierstunde. Das war kein Zufall, schließlich hat man an der Gartenstraßen-Grundschule ein Faible für Musik. So spielte das Schulorchester das Pilzköpfe-Stück Yesterday und standen auch die Lehrer nicht abseits. Sie sangen einen neu getexteten Telemann-Kanon. Danke und tschüß sagten auch Schulpflegschaftsvorsitzende Heike Raderschad und Fördervereinsvorsitzende Claudia Schlechtriem.