Was die Presse schrieb

Schüler "schnattern" weltweit

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Hennef, New York, Aktobe: Der neue Chatroom ist international -
Per Knopfdruck startete die Gemeinschaftsgrundschule Gartenstraße das neue Internetprojekt.


VON RALF ROHRMOSER-VON GLASOW

Hennef - Globalisierung ist für die Schüler der Gemeinschaftsgrundschule keine leere Formel, sie leben sie einfach. Jetzt haben sie gar eine eigene internationale Internetseite: „www.UniCul.net", so heißt die dreisprachige Plattform, an der sich neben den Hennefern auch Kinder aus New York und Aktobe in Kasachstan beteiligen.

 



Eine kleine Feierstunde ging dem offiziellen Startschuss voran, ein gemeinsamer Knopfdruck vom Ersten Beigeordneten, Günter Meyer, Gisela Kuhn als Vertreterin der Bezirksregierung und der acht Jahre alten Celine folgten. Drei internationale Lieder sangen und spielten der Schulchor und die Blockflöten-AG -„Kuckuck ruft's aus dem Wald" für Deutschland, „Immer lebe die Sonne" für Kasachstan und „This Land is your Land" für die USA. Zeitgleich gab es ähnliche Feste in den beiden anderen Schulen. Diese Bilder kommen alsbald ins Netz.

Die zwölf Jahre alte Vilda freut sich auf den Kontakt mit Kasachstan. „Ich möchte wissen, wie sie dort heißen, welche Hobbys sie haben, Haustiere, wo sind die und wie alt?" Aber nicht nur „schnattern", also chatten, will sie. Mit vielen anderen hat sie religiöse Feiertage beschrieben, das Zuckerfest zum Ende des Ramadan etwa. Der acht Jahre alte Dennis hat zu Nikolaus und Ostern Beiträge geliefert. Zahlreiche Begriffe sind auf der Homepage aufgelistet, dahinter verbergen sieh in Deutsch, Russisch und Englisch die selbst recherchierten Erklärungen.Nachmittage lang haben die Kinder daran gesessen, Kommunikations und Internetfähigkeiten bewiesen, die selbst ihre Eltern verblüfften.

Angeleiert hat das Projekt die Medienbeauftragte Ulrike Gemein, die vor etwa einem halben Jahr mit einer Projektwoche begonnen hatte. Damals hatte sie sich über die Ausstattung beklagt, jetzt hofft sie auf eine Vernetzung der Schule im Sommer. Schul-, Kultur- und Kontinent übergreifend sei das Projekt. Schon jetzt zeichne sich ab, dass die Teilnehmer viel lernen über andere Nationalitäten und Religionen. Tatsächlich wären sich ihre Schüler ihrer kulturellen und religiösen Identitäten durchaus bewusster geworden. Verständigung, Toleranz und Frieden ließen sich so schon früh erleben. Mehr als 100 Artikel sind schon eingestellt, an weiteren Themen, so versprach Gemein, gibt es keinen Mangel.
@ www.UniCui.net