TUTMIRGUT

So soll der neue Schulhof aussehen - das Konzept

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDrucken

 

Das Projekt Schulhofneugestaltung
SCHULE ERLEBEN – Lernen mit allen Sinnen

 


Aktueller Zustand des Schulhofes

Der Schulhof der GGS Gartenstraße besteht aus einem „Außenschulhof“ (Bereich vor dem Haupteingang) und einem „Innenschulhof“ (hinterer Bereich, welcher von drei Gebäuden umschlossen ist).

 


Der Bereich des Außenschulhofes, der vorwiegend als Ruhebereich genutzt wird, ist bereits fertig gestellt. Der Bodenbelag (Pflaster) ist dort neu und ansprechend. In diesem Bereich befinden sich Sitzflächen (Holzbänke) und ein neues Sonnensegel. Neu gestaltet ist auch der Übergangsbereich, der die beiden Schulhöfe miteinander verbindet.

Der Innenschulhof, welcher von den Kindern vor allem als Bewegungsraum genutzt wird, ist hingegen stark sanierungsbedürftig. Die derzeitige Asphaltdecke dieses Bereiches befindet sich in einem desolaten Zustand, es ist kein ausreichender Sonnenschutz für den Sommer vorhanden, der Hof bietet nur wenig Bewegungs- und Spielanreize, was z.B. dazu führt, dass die Kinder des Öfteren Gebäudeteile erklettern, die dafür nicht gedacht sind und an denen kein ausreichender Fallschutz (Asphaltdecke) gewährleistet ist. Dies zeigt, dass der Innenschulhof in seiner jetzigen Form den unterschiedlichen Bewegungsbedürfnissen der Kinder nicht gerecht wird. Mit Ausnahme des Sandkastenbereiches (dessen Spielgeräte zum Teil sanierungsbedürftig sind und daher stellenweise schon abgebaut wurden), ähnelt der Innenschulhof eher einem Parkplatz denn einem Kinderspielplatz, welcher im Sommer bei großer Hitze den unverwechselbaren Charakter einer Teerwüste hat.


Erläuterungen zum Bauvorhaben

 



Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder gerecht werden zu können, wird der Innenschulhof in mehrere Funktionsräume unterteilt, welche Bewegungs- bzw. Lernerfahrungen verschiedener Art ermöglichen. Hierbei wurde darauf geachtet, dass die einzelnen Bereiche nicht nur einseitig nutzbar sind, sondern von den Kindern je nach Bedarf auf vielfältige Weise genutzt und umgelebt werden können. Im Folgenden werden nun die Teilabschnitte des Innenhofes vorgestellt.


Gepflasterter Weg:
Beginnend beim Baum mit Sitzsteinen verläuft ein diagonaler Weg in Richtung Schulhofgelände. Nach rechts abbiegend, soll dieser so weitergeführt werden, dass er parallel zum Schulhof verlaufend die einzelnen Gebäudeeingänge miteinander verbindet.

Fläche des Areals: ca. 143 qm


Baumhausareal:
Mit diesem Areal soll für die Kinder eine Insel inmitten des Schulhofes geschaffen werden, die einen multifunktionalen Charakter hat. Neben 3 Stelzenhäuschen sollen hier mehrere Bäume angepflanzt werden, die einen Sonnenschutz bieten und das Bespielen des Schulhofes so auch bei größerer Hitze ermöglichen. Die Stelzenhäuser, welche auf unterschiedliche Art beklettert werden können, unterstützen und fördern dabei den natürlichen Bewegungs- und Kletterdrang der Kinder. Klettern fördert in hohem Maße die Körperwahrnehmung und Körperkoordination. Es unterstützt somit die Bewegungs- und Handlungsplanung von Kindern sowie die Bereiche Kraft und Ausdauer. Neben dem Klettern bieten die Baumhäuser zudem die Möglichkeit des Rollenspiels, das aus entwicklungspsychologischer Sicht einen wichtigen Stellenwert im Bereich des sozialen Lernens einnimmt. Im unteren Teil sollen ein bis zwei der Häuser mit Sitzbänken bestückt werden, so dass auch dieser Bereich zu kommunikativen und spielerischen Zwecken genutzt werden kann. Um den Fallschutz zu gewährleisten, wird in diesem Areal die Asphaltdecke entfernt und durch entsprechendes Fallschutzmaterial ersetzt.

Fläche des Areals: ca. 225 qm


Spielfelder:
Im oberen und linken Bereich des Schulhofes sollen, an das Baumhausareal angrenzend, zwei Spielfelder entstehen, die wiederum multifunktional nutzbar sind. Hierzu muss zunächst die Asphaltdecke erneuert oder ggf. durch ein anderes Material ersetzt werden. Auf dem großen Platz (Spielfeld 1) sollen zudem zwei Tore installiert werden. Ein Basketballkorb steht den Kindern hier bereits zur Verfügung. Mittels des Einsatzes mobiler Netze könnten diese Plätze auch zum Volleyball und Badmintonspiel genutzt werden. Ballsportarten fördern die Ausdauer, Kraft, Auge-Hand-Koordination, Körperkoordination, Bewegungs- und Handlungsplanung, die Zentrierung der Aufmerksamkeit auf das Spielgeschehen (Konzentration) sowie das soziale Lernen. Neben den verschiedenen Ballsportarten kann dieser Bereich überdies zu anderen Zwecken genutzt werden z.B. als Trainingsgelände der Einrad AG.

Fläche des Areals: ca. 826,5 qm


Allzweckfläche zu vielseitigen Nutzung:
Im Areal unterhalb und rechts der Baumhausfläche ist eine Erneuerung der Asphaltdecke vorgesehen. Auch dieser Platz übernimmt mit seinen vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten eine wichtige Bedeutung. Möglich sind hier das Malen mit Straßenkreide, Fang- und Laufspiele, Seilspringen, Gummitwist, Hüpfekästchen, Kreis- und Singspiele, das Tischtennisspiel (eine Tischtennisplatte ist in diesem Bereich bereits vorhanden) und vieles mehr. Somit übernimmt die Fläche eine vielfältige Bedeutung für unterschiedlichste Bewegungs- und Sozialerfahrungen der Kinder.

Fläche des Areals: ca. 1020,5 qm (davon ggf. 140 qm Pflaster)


Sandkasten:
Der Sandkasten ist derzeit nur im vorderen Bereich mit zwei Kletter-/ Rutschgeräten und einem Reck bestückt, da die Geräte im hinteren Teil kaputt waren und deshalb teilweise abgebaut wurden. Dieser Bereich soll mit zwei Schaukeln wieder komplettiert werden.

Fläche des Areals: ca. 218 qm


Boccia- und Murmelbereich:
Zwischen dem großen Spielfeld und dem Sandkasten soll die Teerdecke durch einen Sandplatz mit festem Untergrund („Wassergebundene Decke“) ersetzt werden. Durch diese Bodenbeschaffenheit werden dort Spiele wie Boccia oder das Murmelspiel möglich. Dieses schon historische Spiel ist vor allem deshalb fast ausgestorben, weil es in der Umgebung heutiger Kinder keine adäquaten Untergrundflächen mehr gibt, die solche Spiele zulassen. Nützlich sind solche Spiele beispielsweise für die Förderung der Wahrnehmung räumlicher Beziehungen (räumliches Vorstellungsvermögen und Abschätzen von Entfernungen), für die Auge-Hand-Koordination sowie die Kraftdosierung.
Zum Schutz dieses Areals wird in Richtung Spielfeld eine Hecke gepflanzt (ggf. mit Zaun). Zur Asphaltdecke hin wird der Bereich durch eine kleine Steinmauer, welche in Eigeninitiative mit Eltern und Kindern gebaut werden kann, von dieser abgegrenzt. Diese max. 50 cm hohe Mauer nimmt die diagonale Linie des am Baum mit Sitzsteinen beginnenden Weges architektonisch wieder auf, und kann von den Kindern sowohl als Sitzmöglichkeit, wie auch zum Balancieren genutzt werden. Zur zusätzlichen Beschattung soll in diesem Bereich ein dritter Baum Platz finden.

Fläche des Areals: ca. 210 qm


Naturgarten:
Oberhalb der Spielfelder ist eine, durch einen Zaun eingegrenzte, Erweiterung der Schulhoffläche angedacht, die von den Schülern, mit Hilfe der Fachkräfte der Offenen Ganztagsschule sowie einiger Lehrer und Eltern, eigenständig gestaltet werden soll. Denkbar wären in diesem Bereich kleinere Bau- und Bepflanzungsprojekte (z.B. Weidentunnel oder –labyrinthe, Hochbeete mit verschieden Zier- und Nutzpflanzen, ggf. eine kleine Hütte etc.). Sinnvoll wäre auch die Anlage eines Brunnens mit Handpumpe. Dieser naturnahe Bereich soll es den Kindern ermöglichen, Dinge auszuprobieren, zu erforschen und immer wieder neu zu gestalten. Ästhetische Aspekte sind dabei zweitrangig. Die Lernerfahrungen, die Kinder in diesem Bereich machen können, sind sehr vielschichtig. Sie erstrecken sich vom Aufbau des Wissens über Natur und Pflanzen über das Austesten bauphysikalischer und statischer Eigenschaften sowie der eigenen körperlichen Möglichkeiten bis hin zu wichtigen Sozialerfahrungen und kreativen Prozessen.

Fläche des Areals: ca. 455 qm


Grillbereich für Klassenfeste:
Links neben dem Naturgarten soll eine Grillhütte mit Feuerstelle Platz finden, die für Klassenfeste genutzt werden kann.



Bereits abgeschlossene Bauprojekte

Sonnensegel:

Im linken Teil des Außenschulhofes wurde ein Sonnensegel installiert, welches für den Unterricht im Freien (Außenklassenzimmer) sowie als Bühne bei Schulveranstaltungen oder zum Theaterspielen genutzt werden kann.
Baukosten: ca.10.000 Euro

Wir bedanken uns bei den Sponsoren des Projektes:
- Firma Schlechtriem GmbH & Co.KG
- Golf-Club Rhein-Sieg e.V.
- Sponsorenlauf der Schüler
- Richard Spelberg



Baum mit Sitzsteinen:
Bei der Umgestaltung dieses Teilabschnittes wurde der Müllcontainerplatz, der sich zuvor unter dem Baum befand, nach rechts an die Hauswand verlagert und die Mauer, welche die beiden Schulhöfe voneinander trennte, abgerissen. Der Baum in diesem Bereich wurde durch verschiedene Bodenbeläge und große Sitzsteine, die eine abwechslungsreiche Alternative zu herkömmlichen Bänken bieten und beim Beklettern den Gleichgewichtssinn der Kinder fördern, zur Geltung gebracht. Dort ist ein beliebter Treffpunkt und Ort der Kommunikation für die Kinder entstanden.
Baukosten: ca.11000 Euro

Wir bedanken uns bei den Sponsoren des Projektes:
- Firma Schlechtriem GmbH & Co.KG
- Firma Koll Bonn/Beuel
- Stadt Hennef
- Friseur Nolden